Wenn Scheinwerferlicht auf pinkes und weißes Lametta trifft, dann feiern die S’Kayh Dancers Jubiläum. Am Samstagabend verwandelte sich das Kayher Sportgelände in eine große Open-Air-Bühne, um zwei Jahrzehnte Tanzen am Schönbuchrand zu würdigen.
Was im Jahr 2006 unter der Leitung von Gründerin Kerstin „Kerdel“ Kühnle und Christine „Tine“ Stöckerman mit 20 tanzbegeisterten Frauen begann, hat sich längst zu einer festen Institution entwickelt. „Ein Ort, an dem der Alltag einfach mal wegtanzen kann“, so beschrieb Kühnle das Wesen der Gruppen, die heute weit mehr als nur ein Sportangebot bedeuten.
Ein Nachmittag im Zeichen der Jugend
Bereits um 15.30 Uhr startete das Festwochenende mit einem energiegeladenen Auftakt: Ein Flashmob aller Kindergruppen eröffnete das Nachmittagsprogramm. Unter der Moderation von Jana Schurer und Kerstin Kühnle zeigten die „S’Kayh Dance Kids“ und die „S’Kayh Diamonds“, was sie in den letzten Monaten einstudiert hatten.
Von den Jüngsten im Kindergarten (trainiert von Stefanie Hätinger) über die 1. Klasse (Kerstin Kühnle), die 2. Klasse (Jana Schurer) bis hin zur 3. sowie der 4. bis 6. Klasse (unter der Leitung von Sofie Braune) – jede Altersstufe begeisterte mit eigenen Choreografien. Den krönenden Abschluss der Jugendauftritte bildeten die „Diamonds“ (Klassen 7 bis 9), die von Ilenia Schnell und Alina Schmid trainiert werden. Bevor es für alle Kids in einen modernen TikTok-Workshop ging, genossen die Gäste bei Kaffee, Kuchen und frischen Waffeln das bunte Treiben.
Generationsübergreifender Erfolg
Jana Schurer, die heute die Leitung der Showtanzgruppe innehat und selbst alle Altersstufen im Verein durchlaufen hat, konnte beim Rückblick stolze Zahlen präsentieren: 53 aktive Tänzerinnen gehören aktuell zu den Formationen – und das längst nicht mehr nur aus Kayh und Mönchberg, sondern aus der gesamten Umgebung. Während die Gesellschaft statistisch altert, schaffen es die Tänzerinnen in Kayh, immer jünger zu werden. Ein besonderes Phänomen: Inzwischen gibt es bereits drei „Generationsweitergaben“, bei denen Mütter und ihre Kinder gemeinsam im Verein aktiv sind.
Von Folklore bis Hip-Hop
Das Jubiläumsprogramm am Abend spiegelte die enorme Bandbreite wider. In einem Pavillon konnten die Gäste per Beamer eine Zeitreise durch 20 ausgewählte Tänze der Vereinsgeschichte erleben – insgesamt wurden in den zwei Jahrzehnten mindestens 63 verschiedene Tänze einstudiert.
Dass die Gruppe mit der Zeit geht, bewies der Auftritt der S’Kayh Dancers (trainiert von Jana Schurer und Alisa Maier). Durch neue Trainerinnen haben moderne Stile wie Contemporary, Jazz und Hip-Hop Einzug gehalten. Doch auch die Beständigkeit wurde gefeiert: Die Gruppe „Just Dance“ sorgt bereits seit sieben Jahren als „Power-Gruppe“ für Furore. Hier sind, genau wie bei den „Goldies“, die seit zehn Jahren bestehen, ausdrücklich auch Männer willkommen. Ob bei Folklore, Kreistänzen oder Tänzen im Sitzen – die Freude am Rhythmus kennt in Kayh keine Altersgrenzen.
Dank an die „Mutter der Dancers“
Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Hommage an Kerstin Kühnle. „Sie ist der Ursprung von allem“, betonte Jana Schurer sichtlich bewegt. Die Tänzerinnen bedankten sich bei ihrer langjährigen Mentorin mit einer tänzerischen Zeitreise. Die Botschaften waren eindeutig: „Danke, dass du immer mit so viel Spaß und Herzblut dabei bist“, hieß es von der Gruppe „Just Dance“, während die „Goldies“ ihr Vertrauen würdigten: „Danke, dass du immer an uns glaubst – auf und neben der Tanzfläche.“
Feststimmung auf dem Sportgelände
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Während die Tänzerinnen in verschiedenen Outfits – mal mit Hut, mal ohne – die Zuschauer begeisterten, fungierte der Vorsitzende der Sportfreunde Kayh, Daniel Klein, höchstpersönlich als „Pizzachef“ am Ofen. Hinter dem reibungslosen Ablauf stand ein engagiertes Organisationsteam um Jana Schurer, Alexandra Dessecker, Christine Stöckermann und Stefanie Hätinger, die sicherstellten, dass dieses Jubiläum ein echtes Versprechen für die tanzreiche Zukunft in Kayh wurde.






